Was ist die Amygdala?

Die Amygdala ist Teil des menschlichen Gehirns. Die Bezeichnung stammt vom griechischen Wort für Mandel, amygdale, und wurde gewählt, weil die beiden betreffenden Bereiche im Gehirn zwei Mandelkernen ähnlich sehen. Die Amygdala ist Teil des limbischen Systems und befindet sich im Vorderteil des Temporallappens.

Die Hauptaufgabe der Amygdala liegt in der Entstehung und Verarbeitung von Emotionen sowie den damit verbundenen körperlichen Reaktionen. So zeigt sie sich z. B. dafür verantwortlich, dass sich in gefährlichen Situationen der Herzschlag drastisch erhöht und der Atem stockt. Auch das typische Zusammenzucken beim plötzlichen Auftauchen einer Angst– oder Schrecksituation wird durch die Verbindung von Amygdala und dem motorischen System des Gehirns ausgelöst.

Auch kann die Amygdala bestimmte Emotionen wie Angst oder Wut verstärken, und ist an der (Wieder–)erkennung von bereits erlebten Situationen beteiligt. Traumatische Erlebnisse werden in der Amygdala gespeichert und ständig mit aktuellen Situationen verglichen. Beim Auftreten einer ähnlichen Situation werden dann die eben beschriebenen körperlichen und hormonellen Reaktionen ausgelöst.

Neue Studien haben ergeben, dass die Amygdala nicht nur für Gefühle wie Angst und Stress zuständig sind… sondern auch für die positiven, glücklichen Emotionen.

Durch positive Erlebnisse werden die daraus entstehenden positiven, glücklichen Emotionen ebenfalls in der Amygdala gespeichert: die Amygdala beruhigt sich, Angstzustände lassen nach.